Wie in jedem Jahr ist auch in diesem ein neuer Kriminalroman aus der Feder von Donna Leon erschienen. Dieses Mal steht ein kleines Jubiläum an, denn es ist Commissario Guido Brunettis zwanzigster Einsatz. Im seinem neusten Fall muss eine unscheinbare ältere Frau, Costanza Altavilla, dran glauben. Sie wird von ihrer Nachbarin, der Übersetzerin Anna Maria Giusti, tot aufgefunden. Giusti war gerade aus Palermo von einer Reise zurückgekehrt und wollte die Post, um die Signora Altavilla sich immer kümmerte, wenn sie unterwegs war, abholen. Eigentlich hatte sie, da es schon spät war, bis zum nächsten Tag warten wollen, als sie aber sah, dass ein Einschreiben für sie angekommen war, entschied sie sich doch noch eben bei Signora Altavilla, die eine Etage unter ihr wohnt vorbeizuschauen. Zuerst hatte sie ihre Nachbarin angerufen, um sich zu erkundigen was das für ein Schreiben war, die Nachbarin nahm jedoch nicht ab. So entschloss sie sich, da sie für alle Fälle einen Schlüssel besaß, die Post selbst zu holen. Dies hatte ihr Signora Altavilla für den Fall, dass sie selbst abwesend ist, gestattet. Als Signora Giusti die Tür zu Signora Altavillas Wohnung öffnen will, stellte sie fest, dass diese gar nicht abgeschlossen war. Im Wohnzimmer fand sie dann ihre Nachbarin am Boden liegend vor. Sie war tot. Ein natürlicher Tod, ein Unfall oder ein Verbrechen?
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